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2015 wird spannend – Neues Jahr, neue Herausforderungen und Mulhcén 3.0

Nachdem Nina und ich das Jahr 2014,  ganz gemütlich auf der Couch bei Fleischspießchen mit Salat und einem uralten Katastrophenfilm über den Himalaya,  hinter uns gelassen haben, geht es jetzt mit Volldampf an die Planung für 2015.  Große Vorsätze gibt es für dieses Jahr keine, wir machen einfach so weiter wie bisher, nur noch ein bisschen extremer!

Das Tief des letzten Jahres wird mit allen Mitteln bekämpft

Seitdem ich aus Spanien zurück bin, ist meine Stimmung auf dem absoluten Nullpunkt. Ich komme nicht mehr aus dem Knick, bin müde, erschöpft und leide unter dauerhaft anhaltenden Kopfschmerzen. Mir fehlt wohl die Sonne oder was ist da los? In meinem Kopf geht eine Menge ab, was ich alles machen will, aber mein Körper sagt: „du kannst mich mal!“ und jede freie Minute nutze ich dazu um mich auszuruhen, aber egal wie lange ich mich ausruhe es wird einfach nicht besser. Ich habe mich seit Wochen nicht viel bewegt, alles essbare in mich hineingestopft und viel Tageslicht habe ich auch nicht abbekommen. Jetzt ist Schluss! Ich habe dieses Jahr viel vor und werde mich jetzt dafür fit machen!

Sofort von 0 auf 100

Ab sofort gilt: „Keine Macht dem inneren Schweinehund!“ Nachdem ich mich endlich mal auf die Waage getraut habe, bin ich schockiert, aber habe auch irgendwie nichts anderes erwartet. Ich habe das Höchstmaß meines Gewichts erreicht und beginne sofort mit dem Entwurf eines Trainingsplans. Soweit mein Dienstplan es zulässet werde ich zweimal die Woche das Training beim ATV Hückeswagen und zweimal beim Boxclub Wipperfürth mitnehmen. An den restlichen Tagen steht Ausdauer und Muskelaufbau auf dem Programm, aber selbstverständlich wird auch ein Pausentag eingebaut. Nudel, Kartoffeln, Schokolade und Sonstiges verschwinden ab jetzt von meinem Speiseplan und werden gegen Gemüse, Hähnchen und Salat ausgetauscht. Nina ist bei allem natürlich mit von der Partie.

Meine Euphorie wird leider direkt am Anfang durch Verletzungen ausgebremst. Bei meinem ersten Lauf seit langem vergesse ich blöderweise meine Kniebandage, was sich nach 2 Km mit Schmerzen im Außenmeniskus rächt. Na toll, aber umdrehen ist nicht, ich GEHE weiter und bringe meine Runde zu Ende. Durch eine Fehlhaltung meines rechten Fußes, kommen im Innenbereich der Fußsohle ebenfalls blöde Schmerzen zustande….das war´s erstmal mit Ausdauertraining!

Ich berichte zutiefst deprimiert Nina davon und sie lässt sich sofort was einfallen, wie ich meine Kondition auch ohne Laufen wieder hinkriegen kann….Schwimmen! Ich bin nicht begeistert davon, aber was soll ich machen, besser als nix!

Mein zweiter Versuch kraulen zu lernen

Erste Lektion ist die Beinarbeit. Dazu hole ich mir ein Schwimmbrettchen, mach mich lang und versuche mit den Beinen so zu paddeln, dass ich vorwärts komme. Das ist zwar ganz schön anstrengend, aber ich komme nicht wirklich vorwärts. Das liegt wohl daran, dass mein Hinterteil nicht oben bleibt. Trotz größter Anstrengung sinkt mein Hintern immer wieder runter (man sagt ja Fett schwimmt oben, ha ha, Glück gehabt!). Dann kommt Nina mit einem Styroporgürtel um die Ecke und mir ist klar was sie vor hat. Ich muss zwar selber etwas schmunzeln, ziehe ihn aber dennoch an. Und wieder ab ins Wasser, mit dem Gürtel umgeschnallt und meinem Schwimmbrettchen in der Hand wird fleißig weiter gepaddelt und jetzt komme ich sogar voran! Dann kommt hin und wieder eine Armbewegung dazu, klappt auch schon ganz gut, nur das Luftholen will noch nicht so, anstatt Luft schnappe ich eine ganze Menge Wasser. Ich zweifel aber noch, ob das wirklich vergleichbar mit Laufen ist, nach einer Weile kontinuierlichem Training werde ich es ja merken.

2015 wird das Jahr der Berge

Ich bin durch unsere „Mulhacén- Nummer“ (Mulhacén 2.0) kein bisschen vorsichtiger oder eher gesagt ängstlicher geworden. Im Gegenteil, es hat mich richtig angespornt mehr Unternehmungen solcher Art zu machen. Ich habe diesen verfluchten Berg auch noch nicht aufgegeben, wir werden dieses Jahr an diesen Ort zurückkehren und wenn wir schonmal da sind, nehmen wir direkt zwei weitere 3000-er mit. Auf unserer Liste stehen der Pico de Veleta (3384m), der Alcazaba (3371m) und natürlich mein Mulhacén (3479m), den ich dann bereits das dritte mal versuche zu bezwingen!

Um auch mal schwierigere Berge erobern zu können, arbeite ich weiter an meiner Höhenangst, die vielleicht ja gar keine ist. Wir sind bereits zu einem zweitägigen Kletterkurs angemeldet und evtl. folgt noch ein Bergsteigerkurs. Wir haben großes vor! Wo ich anfangs, nach dem Sturm auf dem Alcazaba, erstmal erschrocken war, wie schnell man in Gefahr geraten kann, bin ich jetzt total im „Bergfieber“ und schon fast auf dem Mount Everest! ;-) Aber wir backen besser erstmal kleine Brötchen, die für mich wahrscheinlich auch schon groß genug sind! Nach den Kursen geht’s dann los, erste Herausforderung wird eine Watzmann Überschreitung sein, da kann ich dann mal testen, ob ich meine Höhenangst überwunden habe. Und ich bin jetzt schon mächtig aufgeregt! Zugspitze, Olymp und Teide sollen folgen, ob wir alles dieses Jahr hinkriegen werden wir sehen.

Auch im kampfsportlichen Bereich werde ich ordentlich Gas geben und weiterhin am Ball bleiben, wenn dann endlich wieder alles zu 100% funktionstüchtig ist!

Auf ein spannendes Jahr 2015!

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